Qualifiers Timmendorfer Strand Frauen: Turniersieg für Behrens/Ittlinger

TBT News 2021

In Düsseldorf starten vom 11. bis 13. Juni die Frauen in die Turnierserie der „Qualifiers Timmendorfer Strand“. Zum Auftakt bekommen alle Fans ab Freitag (12 Uhr) bereits ein hochkarätiges Teilnehmerfeld serviert, das mit Meisterinnen, Nationalspielerinnen und jeder Menge Tour-Erfahrung gespickt ist. Ausrichter des Turniers ist TROPS4. Übertragen wird live auf Twitch.

Turnier der Frauen – 11. bis 13. Juni

Alle Ergebnisse

Platz 1: Kim Behrens/Sandra Ittlinger (90 DVV-Punkte)

Platz 2: Chantal Laboureur/Sarah Schulz (75 DVV-Punkte)

Platz 3: Isabel Schneider/Cinja Tillmann (64 DVV-Punkte)

+++ Tag 3: Entscheidungen +++

Finale

Behrens/Ittlinger vs. Laboureur/Schulz | 2:1 (21-19, 18-21, 15-9)

Kim Behrens/Sandra Ittlinger starteten gut in Satz 1, Laboureur/Schulz liefen lange einem Break hinterher, dass sie erst zum 18:18 mit 3 Punkten in Folge ausgleichen konnten. Der Block von Sandra Ittlinger zum 20:18 entschied den Satz aber schlussendlich für das an Seed 1 gesetzte Team. Satz 2 begann mit einer 1:6 Führung für Laboureur/Schulz, an die Behrens/Ittlinger zur technischen Auszeit zwar bis auf ein 10:11 herankamen, weil sie aber einige Punkte in den langen Rallys und im eigenen Side-out liegen ließen, ging Satz 2 an das Team aus Stuttgart. Satz 3 starteten Behrens/Ittlinger mit einem Break Vorsprung. Mit der stärksten Phase im Spiel und kleinen Schwierigkeiten auf der Gegenseite sicherten sich Kim Behrens/Sandra Ittlinger schließlich den Sieg des ersten Turniers der Qualifiers Timmendorfer Strand in Düsseldorf.

Sandra Ittlinger: "Ich freue mich sehr über den Turniersieg." Kim Behrens ergänzt: "Das waren anstrengede letzte Wochen auf der World Tour und wir sind froh hier gewonnen und unsere Setzliste bestätigt zu haben."

Chantal Laboureur und Sarah Schulz: "Wir ärgern uns über den ersten Satz. Im dritten Satz werden dann Kopf und Beine müder und die Konzentration hat, bei allen auf dem Feld, nachgelassen. Wir werden in Zukunft dritte Sätze üben.", lacht Chantal Laboureur. Trotzdem sind Laboureur/Schulz stolz auf ihre Silbermedaille. Sarah Schulz: "Ich hatte mir meine erste Halbfinalteilnahme vorgenommen und freue mich deshalb sehr über den heutigen Tag."

Mit 1000€ Preisgeld werden die Podestplatzierungen sowie wichtigen DVV-Punkten für alle Teilnehmerinnen belohnt.

Spiel um Platz 3:

Schneider/Tillmann vs. Overländer/Overländer | 2:0 (21-14, 21-19)

Mit einem 6:1 starteten Schneider/Tillmann in das Spiel und dominierten den ersten Satz, in dem die Overländer-Zwillinge lange den ersten verpassten Punkten hinterher liefen. In Satz 2 starteten sie aber deutlich besser in ihr Spiel und führten zwischenzeitlich mit 8:3. Bei 13:13 wechselte die Führung aber wieder auf die Seite von Schneider/Tillmann. Anschließend blieb das Spiel eng, ein starker Block von Cinja Tillmann zum 18:16 brachte den zwei-Punkte-Vorsprung und schlussendlich den Sieg. Cinja Tillmann: "Die Overländer-Schwestern sind ein unangenehmes Team, dass sehr gut spielen kann. Im zweiten Satz hatten sie einen guten Aufschlagdruck, wir haben dagegen keine guten Lösungen gefunden und dann wurde das Spiel schnell wieder eng. Ich habe zum ersten Mal seit 2010 wieder mit einer Linkshänderin gespielt, da fehlte natürlich die Vorbereitungszeit und Genauigkeit im Zuspiel. Aber ich bin glücklich, dass wir das letzte Spiel gewonnen haben."

Isabel Schneider ergänzt: "Wir sind mit genau einer Trainingseinheit zusammen in das Turnier gegangen, haben uns aber schnell gefunden. Ich hatte viel Spaß mit Cinja auf dem Feld und bin stolz auf uns, dass wir die Bronzemedaille geholt haben. Natürlich tut das verlorene Halbfinale noch etwas weh, da haben wir einige vorbereitete Sachen nicht gut umgesetzt und zum Teil ein schwaches Side-out gespielt."

Lena und Sarah Overländer sind trotz der zwei Niederlagen heute glücklich über ihr Turnier: "Natürlich ärgern wir ins im Moment noch, vor allem über den zweiten Satz. Aber mit etwas Abstand war das ein wirklich gutes Turnier von uns. Einen fünften Platz hatten wir uns vorgenommen, der vierte ist dann natürlich on top."

Halbfinale

Kim Behrens/Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur/Sarah Schulz spielen um 14:20 Uhr um Gold in Düsseldorf. Behrens/Ittlinger konnten ihr Spiel gegen die Overländer-Zwillinge zwar glatt mit 2:0 gewinnen, hatten aber ordentlich Gegenwind von der anderen Seite. Die Zwillinge, die als Underdog in das Duell gingen, zwangen Behrens/Ittlinger ihr bestes Spiel auszupacken. Ein Spiel, dass auf beiden Seiten sehr von Breaks geprägt war, mit dem auch Sandra Ittlinger nicht hundertprozentig zufrieden ist: "Ich würde viel lieber ein konstantes Side-out spielen und dafür einige Breaks weniger machen. Da müssen wir noch konstanter werden."

Kim Behrens: "Das Spiel und Turnier sollten und wollen wir als topgesetztes Team natürlich gewinnen. Es haben sich auch im Halbfinale kleine Fehler eingeschlichen. Dann ärgert man sich, gerät in eine Gedankenspirale und das nimmt uns das Selbstvertrauen in den Momenten. Da müssen und wollen wir noch abgeklärter sein, weil wir wissen, was wir können und wissen, dass die anderen Teams hier sehr gut spielen können."

Sandra: "Wir spielen erst seit diesem Jahr wieder zusammen, haben uns auf der World Tour eingespielt, sehen aber noch Potential nach oben. Wir sind mitten in der Entwicklung, haben dieses Jahr aber nicht den Druck der Teams, die bei Olympia spielen, und da hilft uns momentan jedes Turnier das stattfindet, um unser Zusammenspiel zu optimieren. Wir freuen uns sehr, auf deutschem Boden spielen zu können, weil auch weniger World Tour stattfindet in diesem Jahr."

Laboureur/Tillmann, die wie Behrens/Ittlinger noch ohne Satzverlust in diesem Turnier sind, führten ihr Halbfinale mit einer geringen Fehlerquote bis Mitte des zweiten Satzes klar gegen die beiden Abwehrspielerinnen Cinja Tillmann und Isabel Schneider an. Letztere kamen gegen Ende noch einmal sehr nahe, schlussendlich legten Laboureur/Schulz aber ihre kurzzeitigen Schwierigkeiten im Angriff ab und sicherten sich den ersten gemeinsamen Finaleinzug.

Chantal Laboureur: "Ich habe Mitte des zweiten Satzes, als sie angefangen haben auf mich aufzuschlagen, nicht zwingend genug gespielt. Das haben Schneider/Tillmann ausgenutzt und bei mir fehlte der mutige Abschluss. Ich habe mir dann zwei drei Punkte vorgenommen und sie schlussendlich auch umgesetzt." Sarah Schulz ergänzt: "Ich bin sehr zufrieden mit unserem Spiel. Bis Mitte des zweiten Satzes hat sich unser Zusammenspiel schon sehr gut angefühlt. Jetzt geht es im Finale gegen Behrens/Ittlinger und wir wollen endlich gegen die beiden gewinnen und den ersten gemeinsamen Turniersieg einfahren." 

Behrens/Ittlinger vs. Overländer/Overländer | 2:0 (21-18, 21-17)

Schneider/Tillmann vs. Laboureur/Schulz |  0:2 (18-21, 19-21)

+++ Tag 2: Achtel- und Viertelfinale +++

Caluori/Körtzinger, Claassen/Interwies, die Overländer-Zwillinge und Gernert/Niemczyk gewannen ihre Achtelfinalspiele und zogen damit ins Viertelfinale ein, wo sie auf die bereits gesetzten Gruppensiegerinnen traffen.

Behrens/Ittlinger starteten als Favoritinnen in das Viertelfinale gegen Larissa Claassen/Nina Interwies, hatten aber zunächst Probleme ihr Spiel aufzubauen. Auch weil die Gegnerinnen die Probleme bei Ittlinger/Behrens erkannten und clever ausspielten. Sandra Ittlinger: "Wir haben in den einzelnen Elementen nicht sauber genug gearbeitet und die beiden auf der anderen Seite haben ihre Chance genutzt und uns unter Druck gesetzt. Wenn wir uns hier mit den besten deutschen Teams der Rangliste dominieren, muss man immer damit rechnen, dass sie sehr gut Beach-Volleyball spielen können. Im zweiten Satz waren wir dann in unserem Spiel sicherer und haben auch die Tricks und Kniffs der beiden durchschaut und sind sehr froh, dass wir das Spiel gewinnen konnten."

Ihre Gegnerinnen im Halbfinale werden Lena und Sarah Overländer sein, die zuerst im Achtelfinale gegen Berndt/Mantsch und anschließend auch gegen die Gruppensiegerinnen Behlen/Krohn mit 2:0 gewinnen konnten und ihr eigenes Spiel souverän durchziehen konnten. Dementsprechend groß war die Freude nach dem Matchball und der Stolz über die eigene Leistung. Zuletzt standen die Zwillinge 2019 in Dresden in einem Halbfinale der höchsten DVV-Beach-Volleyball Klasse.

Das zweite Halbfinale tritt das Interims-Duo des OSP Hamburg Cinja Tillmann/Isabel Schneider gegen das neue Duo aus Stuttgart an: Chantal Laboureur/Sarah Schulz. Laboureur/Schulz konnten ihr Viertelfinale gegen Caluori/Körtzinger klar für sich entscheiden und freuen sich morgen auf das Duell gegen die beiden Abwehrspielerinnen, die am Stützpunkt in Hamburg trainieren. Tillmann/Schneider starteten souverän in ihr Viertelfinale gegen die beiden erfahrenen Spielerinnen Melanie Gernert/Natascha Niemczyk, die seit diesem Jahr zusammenspielen, in den vergangenen Monaten aber deutlich weniger gemeinsame Trainingspraxis hatten, als etwa die Kaderspielerinnen Tillmann/Schneider. In Satz zwei kämpften sich Gernert/Niemczyk stark zurück und erzwangen damit einen Entscheidungssatz, den sie schlussendlich aber doch abgeben mussten. Isabel Schneider: "Mitte des zweiten Satzes drehte sich das Momentum, einige Punkte gingen unglücklich für uns weg, dann kam ein Ass dazu, ein Poke ist knapp im Aus. Aber in der Phase waren Natascha und Melli auch früher im Block, haben uns mehr Druck gemacht. Umso cooler finde ich, wie wir uns in Satz 3, gerade als Interims-Duo, wieder ins Spiel gearbeitet haben. Ich habe richtig Bock morgen nochmal zwei Spiele zu machen."

Cinja Tillmann ergänzt: "Ich bin richtig froh, dass ich im dritten Satz meine Annahme und mein Side-out wieder stabilisieren konnte, nachdem ich etwas zu kämpfen hatte. Ich bin stolz auf uns, dass wir das so durchgezogen haben am Ende."

+++ Tag 1: Pool Play +++

Gruppensiegerinnen:

Pool A: Kim Behrens und Sandra Ittlinger

Pool B: Cinja Tillmann und Isabel Schneider

Pool C: Chantal Laboureur und Sarah Schulz

Pool D: Anna Behlen und Anne Krohn

Die drei an Position 1 bis 3 gesetzten Teams sicherten sich am ersten Turniertag in Düsseldorf souverän ihren Gruppensieg mit jeweils zwei 2:0-Erfolgen. Spannender ging es dagegen in Gruppe D zu. Die an Seed 4 gesetzten Gernert/Niemczyk unterlagen nur knapp Seed 5 Behlen/Krohn im letzten Spiel des Abends in 3 Sätzen. Mit dem Gruppensieg erspielten sich die Teams den direkten Viertelfinaleinzug. Die Gruppenzweiten und Gruppendritten spielen morgen in den Achtelfinalpaarungen ab 12 Uhr die Gegner der bereits gesetzten Viertelfinalisten aus.

Für Christ/Kotzan, Kunst/Schürholz, Mählmann/Munkwitz, Welsch/Ziemer ist das Turnier als Gruppenvierte bereits nach Tag eins beendet. Das jüngste Duo des Turniers Annika Berndt/Jule Mantsch (beide 17 Jahre), die frischgebackenen U20-Meisterinnen, konnten dagegen mit einem Sieg ihren Verbleib im Wettbewerb sichern und dürfen morgen im Achtelfinale weiter Turnierluft bei den Qualifiers Timmendorfer Strand schnuppern und DVV-Punkte sammeln.

Diese Teams sind am Start:

Bei den Frauen wird das Teilnehmerfeld von Kim Behrens/Sandra Ittlinger (Blaubären TSV Flacht/VCO Berlin) angeführt, die seit 2021 wieder ein Team sind und zuletzt auf der World Tour aufgeschlagen haben. Sandra Ittlinger eröffnet den Sommer außerdem als deutsche Meisterin. Letzte Saison gewann sie an der Seite von Chantal Laboureur (MTV Stuttgart) Gold.

Ihre ehemalige Partnerin bildet seit diesem Jahr ein Duo mit Sarah Schulz (DJK TuSA 06 Düsseldorf), die in der kurzen Zeit bisher auf einen gemeinsamen 2. Platz bei der German Beach Trophy zurückblicken. Laboureur sorgte zusätzlich auf der World Tour in Mexiko für Furore, als sie mit Cinja Tillmann (DJK TuSA 06 Düsseldorf) in Cancún durch das Turnier wirbelte und mit Rang vier nur knapp Edelmetall verpasste.

In Düsseldorf startet Tillmann mit einer weiteren Interims-Partnerin und wird an der Seite von Isabel Schneider (Hamburger SV) durch den Sand fliegen. Ebenso dabei ist das wiedervereinte Duo Melanie Gernert/Natascha Niemczyk (DJK TuSA 06 Düsseldorf/TV Dingolfing), die bereits auf einen gemeinsamen Toursieg 2019 blicken und jede Menge Erfahrung von Deutschlands ranghöchster Beach-Volleyball Serie mitbringen.

Ein überraschendes Interims-Duo bilden Leonie Körtzinger und Laura Caluori. Nach der gerade bekannt gegebenen Trennung zwischen Leonie Körtzinger/Sarah Schneider (ETV Hamburg) greift Körtzinger auf die Schweizerin zurück.

Das Feld komplett machen Anna Behlen/Anne Krohn (Beach me), Leonie Klinke/Lena Ottens (BSV Ostbevern), Lena und Sarah Overländer (TSV Bayer 04 Leverkusen), Chenoa Christ/Lisa-Sophie Kotzan (VC Wiesbaden/TV Dingolfing), Christine Aulenbrock/Sandra Ferger (VfL Oythe), Larissa Claaßen/Nina Interwies (Beach me), Leonie Welsch/Hannah Ziemer (TV Rottenburg/Beach Me), Anna-Lena Grüne/Marie Schieder (Helios GRIZZLYS/Beach me), Laura Mählmann/Astrid Munkwitz (VC Olympia 93 Berlin/Hauptstadt Beacher) sowie Lea Sophie Kunst/Paula Schürholz (Vareler TB/DJK TuSA 06 Düsseldorf).

Die Nachwuchs-Wildcard haben die frischgebackenen U20-Meisterinnen Annika Berndt/Jule Mantsch (Heidelberger TV/DJK Tusa 06 Düsseldorf e.V.) erhalten.

Frauen-Teams Düsseldorf 1

1: Behrens/Ittlinger, Blaubären TSV Flacht/VCO Berlin

2: Laboureur/Schulz, MTV Stuttgart/DJK TuSA 06 Düsseldorf

3: Schneider/Tillmann, Hamburger SV/DJK TuSA 06 Düsseldorf

4: Gernert/Niemczyk, DJK TuSA 06 Düsseldorf/TV Dingolfing

5: Behlen/Krohn, Beach me

6: Klinke/Ottens, TSV Ostbevern

7: Overländer/Overländer, TSV Bayer 04 Leverkusen

8: Christ/Kotzan, VC Wiesbaden/TV Dingolfing

9: Aulenbrock/Ferger, VfL Oythe

10: Caluori/Körtzinger, Schweiz/ETV Hamburg

11: Claaßen/Interwies, Beach me

12: Welsch/Ziemer, TV Rottenburg /Beach Me

13: Grüne/Schieder, Helios GRIZZLYS /Beach me

14: Mählmann/Munkwitz, VCO Berlin/Hauptstadt Beacher

15: Kunst/Schürholz, Vareler TB/DJK TuSA 06 Düsseldorf

16: Berndt/Mantsch, Heidelberger TV/DJK Tusa 06 Düsseldorf

veröffentlicht am Mittwoch, 9. Juni 2021 um 18:50; erstellt von Vetter, Ronja
letzte Änderung: 14.06.21 11:14